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Happy Ents Saarbrücken


Aus dem Citroënchen 04/2002 haben wir folgenden Artikel übernommen:

Tour de France oder wir lernen Schreiben in 3 Tagen

Ich kann kein Französisch. Schon gar nicht schreiben. Und ich fahre gerne auf Ententreffen. Was liegt da näher, als auf einem Ententreffen schreiben zu lernen.

Lektion 1: Wie schreibt man "Tour der France"?

Antwort: Mit 59 Enten. Aber der Reihe nach. Eines Tages klingelt bei mir im Büro das Telefon. "Touristenbüro der Stadt Ottweiler. Sie haben doch mal von einem Entenclub erzählt. Wie finde ich den denn?" - "Nichts leichter als das, bin am Apparat!" - "Oh, ah, äh ja - wir brauchen Enten. Wir wollen 'Tour der France' schreiben!"

Das Ergebnis dieses Anrufs war das außergewöhnlichste Ententreffen, das ich je (mit) organisiert habe. Eigentlich hat es Gerrit Oestreich von der Stadt Ottweiler organisiert. Die Action Ents und die Happy Ents haben ihm dabei geholfen.

Die zweite Etappe des berühmten französischen Fahrradrennens führte am Montag, den 8. Juli 2002 durch Mainzweiler, ein Stadtteil von Ottweiler. Dort stieg eine große Tourparty, und besonderer Gag war der Tour-Schriftzug aus Enten. Ein Bauer stellte kostenlos seine Wiese an der Tourstrecke zur Verfügung, die Stadt sorgte für die sanitäre Infrastruktur, und Samstag lud sie die Entenfahrer sogar zum Grillen und zum Bier ein!

Meine einzige Sorge war, ob wir am Montag genügend Enten zusammenbekommen würden. Die Stadt hatte kräftig die Werbetrommel für das 2CV-Treffen gerührt, doch Freitag Abend waren nur 30 2CVs angereist. Samstag tröpfelten noch einige mehr ein, aber wir waren immer noch weit entfernt von den nötigen 59 Döschewos.

Sonntag gab es zum Zeitvertreib eine Generalprobe. In Kurzschrift schreibt man Tour der France "Le Tour". Dafür sind nur 28 Enten nötig. Innerhalb von 15 Minuten standen tatsächlich die zwei Worte auf der Wiese. Selbstlos wurden Schlafenten leergeräumt und auf die Schreibwiese gefahren. Doch was würden wir Montag schreiben?

Als besonderen Leckerbissen hatte Gerrit (wozu arbeitet man schließlich bei der Stadt) einen Korso in die malerische Altstadt von Ottweiler vom Ordnungsamt genehmigen lassen. Während die Enten auf dem Rathausplatz von den Einheimischen bewundert wurden, zeigte Gerrit uns die schönsten Ecken der Stadt auf einer kurzweiligen Stadtführung.

Im Schulmuseum musste ich auf den Strafesel, weil ich vorher angeblich zu vorlaut gewesen war. Harte Sitten!

Als wir zu unseren Enten zurückkamen, wurden wir vom Bürgermeister von Ottweiler und der Bundesgesundheitsministerin begrüßt, die eigens angereist war, um unseren Korso abzunehmen. Morgens hatte Bürgermeister Rödle den Entenfahrern bereits mit dem Fahrrad seine Aufwartung gemacht.

Gerrit fährt nicht nur Ente (Ahaaaa! jetzt klärt sich so einiges!), sondern auch einen Feuerwehr-Citroën von 1955, der offiziell auf die Stadt zugelassen ist. Eine Ausfahrt im Mannschaftswagen war für alle Kinder auf dem Platz der absolute Höhepunkt, auch wenn die Kabine nur ungepolsterte Holzbänke hatte. Neben dem Ententreffen gab es ein Mini-Feuerwehrauto-Treffen. Na, welches sind die echten?

Als wir zum Platz zurückkehrten, war die Überraschung groß: Der erst letztes Jahr gegründete 2CV-Club de Lorraine war mit zehn Enten angerückt! Mit muttersprachlicher Hilfe fiel das Schreiben am Montag viel leichter. "Tour de France" schreibt man "LE TOUR 2002", erläuterte Francis aus Sarreguemines. Doch Schreiben allein genügt nicht, wenn man es nicht lesen kann.

Ein Hubschrauber muss her. Francis und seine Leute entpuppten sich als wahre Profis. Vor den Fahrradfahrern rollte ein mehrstündiger Werbe- und Pressekorso über die Strecke. Mit einer riesigen Tricolore bremsten sie jedes Fahrzeug ab und riefen den Fahrern zu, sie sollen auf die Enten achten, die schreiben könnten. Manche lächelten, viele schauten gar nicht hin. Einige hielten jedoch an. Diese hier wollten wir gar nicht wieder fahren lassen:

Wichtig ist es, die richtigen Leute davon zu überzeugen, dass man schreiben kann. Francis gelang es, ein Kamerateam vom französischen Fernsehen anzuhalten und für unsere Französischlektion zu interessieren. Während die Radprofis vorbeirollten, stellten die Entenfreunde auf Ronnys Feuerwehrente den Sturm auf die Bastille nach und bejubelten den radelnden Pulk.

Das Fernsehteam informierte den Kameramann im Hubschrauber, der unsere Botschaft in 180 Länder der Welt schickte. Mehrfach, sogar in der Tagesschau, war eindeutig zu lesen: LE TOUR 2002. Falls jemand vergessen hatte, worum es am 8. Juli im ganzen Saarland ging.

Ach ja: Zabel hat das gelbe Trikot nicht bekommen, er ging trotz unglaublicher Begeisterung der Fans an der Strecke als dritter ins Ziel. Nach Meldungen der Polizei säumten über eine Million Besucher die Strecke. Das war sicherlich die größte Fete, die im Saarland je gefeiert worden ist. Die gute Stimmung war auch in Mainzweiler zu spüren. Einen so herzlichen Empfang sowohl von der Bevölkerung, wie auch von den Offiziellen der Stadt haben wir selten erlebt. Danke an alle, die dieses einmalige Ereignis möglich gemacht haben!

Karsten Schreiber, Happy Ents Saarbrücken

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14 Tage vor der Tour erschien der folgende Artikel:

Tourfieber bei den Enten ausgebrochen

Tour-de-France-Ententreffen vom 5. bis 8. Juli steht

Am Sonntag, den 23. Juni probten die Happy Ents und die Action Ent's den Ernstfall: Schreibe die Wörter "Tour de France" mit Enten. Der Grund: SW3 drehte einen Bericht über die Strecke des weltberühmtesten Radrennens, der Tour de France, die am 8. August durch das Saarland geht.

Auf Vorschlag von Karsten informierte Gerrit Oestreich, Tourismusmanager der Gastgeberstadt Ottweiler, die Presse. Herr Gitzinger, Sportredakteur des Saarländischen Rundfunks, griff den originellen Enten-Event begeistert  auf. innerhalb eines Tages trommelten Ronny und Karsten 11 Enten zusammen. Unter der Regie des Sportredakteurs wurde innerhalb von wenigen Minuten ein "T" und ein "O" aus A-Modellen gebildet. Filmaufnahmen von den Enten und ihren Treibern waren schnell im Kasten. Zum Abschluss skandierten alle Entenfreunde im Chor: "Wir sind im Tourfieber!" - wie das ganze Saarland.

Der Treffenplatz zeigte sich zwei Wochen vor der Tour von seiner besten Seite: eine feste, trockene Wiese unter den Rädern, genug Platz für 200 Enten, den kompletten Schriftzug, ein Treffenzelt, ein Lagerfeuer und zwei Dixies, die Tour de France direkt im Vorgarten und das nordsaarländische Hügelland im Hintergrund. Jutta probte schon mal das Treffenfeeling:

Nach dem Drehtermin versuchte Ronny, auf unkonventionellem Weg das Gelände zu verlassen. Dies wird nicht zur Nachahmung empfohlen, da es zur Verschmutzung der Straße führt... Auch mit Hänger kann eine Ente trotz etwas Steigung den Treffenplatz auf der normalen Zufahrt wieder verlassen.

Zum löschen (durstiger Kehlen) hat die Stadt Ottweiler ihren schönsten Feuerwehrwagen für das Treffen abgestellt, natürlich von Citroën:

Ab Freitag, dem 5. Juli wird es ein Treffenzelt mit Bänken und kühlen Getränken als Treffpunkt der Entenfahrer geben. Samstag lädt die Stadt die Entenfreunde zum Grillen ein. Ab Samstag steht das ganze Dorf im Tourfieber Kopf.

Auch in der Umgebung gibt es jede Menge Events, so dass keine Langeweile aufkommen kann.

Skizze des Treffenplatzes:

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